odys O'Art
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x  Kulturspiegel-Bericht anlässlich der Premiere von "Odys Romeo und Giulia"


.Kritik Saarbrücker Zeitung
(K)ein Hühnchen wird zur Sau gemacht

,,Romeo und Giulia”, unterhaltsam wie selten: Happy End auf dem Theaterschiff.
[...] In seiner Bearbeitung von Shakespeares Liebesgeschichte hat Ody sich sehr viele Freiheiten genommen – und dem Publikum viel Spaß bereitet.
Sehnsuchtsvolles Verlangen, kindlicher Überschwang und tiefe Verzweiflung – selten hat man im Theater Gelegenheit, derlei Seelenzustände aus unmittelbarer Nähe in den Gesichtern der Schauspieler zu lesen. Anders in „Odys Romeo & Giulia“.[...] Denn Regisseur Frank Lion macht einen „Laufsteg“ inmitten der Zuschauerplätze zur Bühne.[...] Der gereimte Text und die musicalartigen Songs [...] machen den Theaterabend zum tierischen Vergnügen. [...]

Dank feiner Zwischentöne und der schauspielerischen Leistung des Darsteller-Quartetts driftet das Stück trotz deftiger Komik und manch kitschverdächtiger Melodie nicht in Richtung Klamauk ab und lässt das Publikum nicht nur lachen, sondern auch mit den Liebenden bangen. [...] Gabriele Bernstein überzeugt als gestrenge Schwester Romeos ebenso wie als sexy Hühnchen,das mit seiner Schnapsidee, Giulia mittels Schlafmittel scheinbar ins Reich der Toten zu befördern, versehentlich das tragische Ende von Romeo und Giulia heraufbeschwört. Doch auch hier nimmt sich Autor Ody die Freiheit, Meister Shakespeare ein Schnippchen zu schlagen und beschert dem Publikum das, was es am Ende dieses im besten Sinne unterhaltsamen Abends zurecht erwartet: Ein Happy End.